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Stressmanagement - was ist das?
Einfach gesagt bedeutet
Stressmanagement, dass wir einerseits erkennen, was bei uns Stress
entstehen lässt und andererseits lernen, Stress langfristig zu
vermeiden, bzw. mit "stressigen" Situationen anders umzugehen.
Gleichzeitig entdecken wir unsere eigenen Ressourcen, die Stress
abzubauen helfen.
Einfach gesagt bedeutet Stressmanagement, dass wir einerseits erkennen, was bei uns Stress entstehen lässt und andererseits lernen, Stress langfristig zu vermeiden, bzw. mit "stressigen" Situationen anders umzugehen. Gleichzeitig entdecken wir unsere eigenen Ressourcen, die Stress abzubauen helfen.
Stress ist bei uns in aller Munde, denn kaum fragt
man, wie es dem anderen geht, bekommt man zu hören, wie stressig der
Job, die Familie, der Haushalt und und und ist. Dabei ist Stress
eigentlich etwas Positives. Ganz einfach die Antwort des Körpers und
Geistes auf Situationen, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern. Erhöhte
Aufmerksamkeit bringt es mit sich, dass wir vermehrt Adrenalin
ausschütten und leider (?) auch, dass wir unsere Muskulatur anspannen
(einfach auch um schneller weglaufen zu können). Da wir nicht weglaufen
können, wenn wir im Job etwas unbedingt noch erledigen sollen, bleibt
die Muskelanspannung und alles andere, was Stress mit sich bringt
bestehen.
Es ist also nötig zu erkennen, was uns Stress macht und
welche Ressourcen es gibt, um Stressreaktionen abzubauen (z. B.
Entspannung trainieren, oder auch Laufen), und welche Ressourcen wir
haben, um Stress zu vermeiden. Also ganz einfach gesprochen, was muss
ich wirklich gleich tun, was hat Priorität und was ist nicht ganz so
wichtig. Sich einen Zeitplan zu machen, also schön nacheinander und
nicht alles gleichzeitig tun zu wollen, hilft oft schon. Der Zeitplan
sollte dann aber auch realistisch sein, mit Zeitfenstern, die wirklich
Zeit lassen und nicht wieder Druck entstehen lassen.
Auch ist es
hilfreich, dass wir den Stress als etwas Positives ansehen (siehe oben),
frei nach dem Motto: "ich freu mich über viel Arbeit, denn wenn ich
mich nicht freue, ist sie trotzdem noch da". Vielleicht hilft es ja auch
manchmal, sich bewusst zu machen, wie schön es ist, Arbeit zu haben?
(nur so nebenbei)
Zum aktiven Stressmanagement brauchen wir aber auch
unbedingt Auszeiten, die z. B. Sport, Ruhe, Familie, Freundschaften
pflegen heißen können. Meist vergessen wir nämlich vor lauter Arbeit,
dass wir auch noch ein Um-Uns-Herum haben. Wann haben Sie das letzte Mal
einen netten Abend mit Freunden oder ein Wochenende rein mit der
Familie verbracht, ohne an die Arbeit zu denken? Sich Zeit nehmen, auch
wenn wir glauben, dass sie nicht da ist, auch das gehört dazu. "Nein"
sagen können, wenn die Anforderungen von außen zu groß werden. Auch
anderen einmal zutrauen, dass sie die Aufgaben ordentlich erledigen
können. Nicht nur ICH kann das gut, auch andere können es, oder brauchen
die Chance, um es zu lernen. Das Ego einfach mal ein bisschen zu
reduzieren. Stress kommt auch daher, weil wir glauben, dass nur wir
alles können.
Im Übrigen: alles was wir glauben, erledigen zu müssen, entsteht in uns selbst. Nur WIR glauben, dass neben der "normalen" Arbeit das Haus perfekt sauber sein muss, der Garten tip top und die Kinder gewaschen und gebügelt. Den eigenen Anspruch auch einmal zurück zu nehmen. Das heißt nicht, dass von nun an alles dreckig sein muss, nein, sondern nicht alles perfekt. Das ist ein großer Unterschied und hilft uns, Zeit für uns (und unsere Familie) zu haben. Diese Zeit dann zu nützen, um schöne Erlebnisse und Auszeiten zu haben, das ist für mich Stressmanagement.
Sabine Ketzler aus Pfaffenhofen a. d. Ilm